Herzlich willkommen

unabhängig von Glaube, Religion und/oder Weltanschauung und selbstverständlich unabhängig von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität. Wir laden ein zum Gespräch und zu den Veranstaltungen zum Thema Homosexualität und zu Themen queerer Lebensgestaltung.

Der Gesprächskreis begann seine Arbeit am 13. April 1982. Seitdem ermöglicht er Begegnung und Gespräch, setzt Impulse zur Integration und Gleichstellung homosexuell empfindender Menschen in Kirche und Gesellschaft. Der Gesprächskreis kämpft gegen Homophobie und Transphobie. Er befördert wissenschaftliche und kulturelle Auseinandersetzung zu Fragen menschlicher Sexualität und Geschlechtsidentität.

Wir treffen uns

 

Wer? Jeder, der Interesse hat
Wann und Wo? an jedem 2. Dienstag im Monat
ab 18:30 Uhr Gesprächsmöglichkeit bei Tee, Kaffee, Keksen und Schmalzstullen
um 19:30 Uhr Beginn des Themenabends (etwa 90 Minuten)
im Gemeindesaal der Advent-Kirche, Eingang Danziger Straße 203 zwischen Kniprodestraße und Landsberger Allee
Interesse? Kommen Sie vorbei
 
10. März 2020
Markus Pieper: »Schwule in der Volksrepublik Polen und in der DDR«

Auch wenn die DDR und die Volksrepublik Polen zwei eng verbündete sozialistische „Bruderländer“ mit ähnlichen Gesellschaftsordnungen waren, unterschied sich die Lebenswelt schwuler Männer in beiden Staaten doch fundamental. Während das polnische Strafrecht Homosexualität mit keinem Wort erwähnte, wurden in der DDR bis 1989 diskri-minierende Strafrechtsvorschriften der Vorkriegszeit fortgeführt. Trotz der Legalität der Homosexualität in Polen wurden schwule Männer hier immer wieder Opfer von landesweiten Razzien, Verhaftungen und Erpressungen durch Miliz und Staatssicherheit. Eine Selbstorganisation von Lesben und Schwulen wie in der DDR – zumal unter dem Dach der Kirche! – war in Volkspolen undenkbar. Welche Gründe hierfür ausschlaggebend waren und wie sich die Entwicklung in beiden Ländern darstellte, soll Thema des Vortrages und der Diskussion sein.

14. April 2020

Vojin Saša Vukadinović: »Freiheit ist keine Metapher: Antisemitismus, Migration, Rassismus, Religionskritik«

Die Literaturwissenschaftlerin Silvia Bovenschen hat einmal bemerkt, dass vermutlich jede Bewegung irgendwann ihre eigene Karikatur hervorbringt. Der Genderfeminismus, der Antirassismus und der Queerfeminismus sind ebendies: Karikaturen geschlechter-, migrations- und sexualpolitischer Emanzipationsregungen. Der Sammelband nimmt diesen pessimistischen Befund zum Ausgangspunkt, um über den Verrat an der Mündigkeit nachzudenken, der sich in den letzten zehn Jahren besonders in den vorgenannten Bereichen kenntlich gemacht hat.

 

9. Mai 2020
Kranzniederlegung aus Anlass des 75. Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus

Seit 1987 ehren wir alljährlich die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus in der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen.

[Bild: Kranzniederlegung am 11. Mai 2019]

Am 9. Mai 2020 um 14:00 Uhr werden wir unsere traditionelle Kranzniederlegung im Gedenken an die homosexuellen Opfer durchführen.Vorher wollen wir um 12:00 Uhr die Stolpersteine in Oranienburg die Stolpersteine für Ernst Homuth, Julius-Leber-Straße 26 und anschließend für Walter Schneider in der Kanalstraße 27 reinigen und an ihr Schicksal erinnern. Beide wurden Opfer der der Mordaktion im Juli 1942 m Klinkerwerk Oranienburg. 
Wir suchen noch Unterstützer für die Planung, Vorbereitung und Durchführung der Gedenkveranstaltungen. Am Dienstag, den 17. März 2020 um 18:00 Uhr treffen wir uns im Gemeindesaal um diese Kranzniederlegung vorzubereiten. Gleichzeitig wollen wir eine Kranzniederlegung im Männerlager des KZ Ravensbrück vorbereiten. 

E-Mail an lothar.doenitz(at)advent-zachaeus.de

12. Mai 2020
Götz Wienold: Ein Weg dahin, zu sagen: „Ich bin homosexuell“

Götz Wienold (Tokio) liest aus seinem autobiographischen Essay »Der Junge mit dem dunklen Teint: Fünfmal „Ich bin homosexuell 1947-1969«
(Jahrbuch Sexualitaeten 3, 2018). Wie einer unter dem doppelten Druck einer strengen katholischen Erziehung und der Drohung der Kriminalität.