Herzlich willkommen

unabhängig von Glaube, Religion und/oder Weltanschauung und selbstverständlich unabhängig von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität. Wir laden ein zum Gespräch und zu den Veranstaltungen zum Thema Homosexualität und zu Themen queerer Lebensgestaltung.

Der Gesprächskreis begann seine Arbeit am 13. April 1982. Seitdem ermöglicht er Begegnung und Gespräch, setzt Impulse zur Integration und Gleichstellung homosexuell empfindender Menschen in Kirche und Gesellschaft. Der Gesprächskreis kämpft gegen Homophobie und Transphobie. Er befördert wissenschaftliche und kulturelle Auseinandersetzung zu Fragen menschlicher Sexualität und Geschlechtsidentität.

Wir treffen uns

 

Wer? Jeder, der Interesse hat
Wann und Wo? an jedem 2. Dienstag im Monat
ab 18:30 Uhr Gesprächsmöglichkeit bei Tee, Kaffee, Keksen und Schmalzstullen
um 19:30 Uhr Beginn des Themenabends (etwa 90 Minuten)
im Gemeindesaal der Advent-Kirche, Eingang Danziger Straße 203 zwischen Kniprodestraße und Landsberger Allee
Interesse? Kommen Sie vorbei
 
11. Februar 2020

Peter Rausch: »Wie viel Sex steckt in Queer?«

Ist sexuelle Orientierung dasselbe wie Geschlechtsidentität? Gender-Wissenschaft ersetzt Sexualwissenschaft? Ficken bleibt schmutzig und Androgyn wird politisch? Was ist mit Pick-Up-Artist, mit heteroflexibler Frau, Sexbombe, toller Ficker, Kerl, Vollweib, Cisgender, Vamp, Ladyboy, Shemale, Draufgänger, Superfrau, lesbischer Tunte? – Ein Multi-medialer Streifzug durch die moderne Asexualität.

 

10. März 2020
Markus Pieper: »Schwule in der Volksrepublik Polen und in der DDR«

Auch wenn die DDR und die Volksrepublik Polen zwei eng verbündete sozialistische „Bruderländer“ mit ähnlichen Gesellschaftsordnungen waren, unterschied sich die Lebenswelt schwuler Männer in beiden Staaten doch fundamental. Während das polnische Strafrecht Homosexualität mit keinem Wort erwähnte, wurden in der DDR bis 1989 diskri-minierende Strafrechtsvorschriften der Vorkriegszeit fortgeführt. Trotz der Legalität der Homosexualität in Polen wurden schwule Männer hier immer wieder Opfer von landesweiten Razzien, Verhaftungen und Erpressungen durch Miliz und Staatssicherheit. Eine Selbstorganisation von Lesben und Schwulen wie in der DDR – zumal unter dem Dach der Kirche! – war in Volkspolen undenkbar. Welche Gründe hierfür ausschlaggebend waren und wie sich die Entwicklung in beiden Ländern darstellte, soll Thema des Vortrages und der Diskussion sein.

 

14. April 2020

Vojin Saša Vukadinović: »Freiheit ist keine Metapher: Antisemitismus, Migration, Rassismus, Religionskritik«

Die Literaturwissenschaftlerin Silvia Bovenschen hat einmal bemerkt, dass vermutlich jede Bewegung irgendwann ihre eigene Karikatur hervorbringt. Der Genderfeminismus, der Antirassismus und der Queerfeminismus sind ebendies: Karikaturen geschlechter-, migrations- und sexualpolitischer Emanzipationsregungen. Der Sammelband nimmt diesen pessimistischen Befund zum Ausgangspunkt, um über den Verrat an der Mündigkeit nachzudenken, der sich in den letzten zehn Jahren besonders in den vorgenannten Bereichen kenntlich gemacht hat.

 

9. Mai 2020
Kranzniederlegung aus Anlass des 75. Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus

Seit 1987 ehren wir alljährlich die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus in der Gedenkstätte und werden wieder am 9. Mai 2020 um 14:00 Uhr in der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen unsere traditionelle Kranzniederlegung im Gedenken an die homosexuellen Opfer durchführen.

Wir suchen noch Unterstützer für die Planung, Vorbereitung und Durchführung der Gedenkveranstaltung. E-Mail an lothar.doenitz(at)advent-zachaeus.de